Zementwerk Elsa Ennigerloh Neubeckum Beckum - Bilder von dem stillgelegten Zementwerk Elsa in Ennigerloh / Beckum Neubeckum

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Zementwerk Elsa

Bilder und Informationen sind auf Grund folgenden Sachverhaltes entfernt:

Der E-Mail Verkehr vom 13/14 November 2008:

 

Frau Zimmermann:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind darauf aufmerksam geworden, dass Sie auf Ihrer Homepage unter http://www.lostareas.de/Fabriken/Zementwerk_Elsa/Elsa_Haupt.htm Fotografien unseres stillgelegten Zementwerkes Elsa in Ennigerloh veröffentlichen.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die Verwertung von Bildern von Bauwerken, die nicht von einer öffentlich zugänglichen Straßenfront aus gemacht wurden, unzulässig ist. Bei Ihren Bildern steht zweifelsfrei fest, dass diese nicht von der Straßenfront gemacht wurden. Neben Außenaufnahmen, die nur durch Betreten des Werksgeländes gemacht werden konnten, sind auch zahlreiche Innenaufnahmen vorhanden. Sie weisen sich als Urheber der Bilder aus, so dass wir davon ausgehen, dass Sie die Bilder gemacht haben. Durch das Betreten unseres Werksgeländes haben Sie einen Hausfriedensbruch begangen.

Zur Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung fordern wir Sie auf, die Bildern unverzüglich von Ihrer Homepage zu nehmen und jegliche Art von Verwertung künftig zu unterlassen.

Mit freundlichen Grüßen/Best regards

Pamela Zimmermann
Legal Counsel

HeidelbergCement AG
Recht Konzern/Group Legal
Berliner Str. 6, 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 481-368
Fax: +49 6221 481-705

mailto:pamela.zimmermann@heidelbergcement.com
www.heidelbergcement.de

HeidelbergCement AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Fritz-Jürgen Heckmann
Vorstand: Dr. Bernd Scheifele, Vorsitzender; Dr. Dominik von Achten; Daniel Gauthier; Andreas Kern; Alan Murray; Dr. Lorenz Näger; Dr. Albert Scheuer
Sitz der Gesellschaft: Heidelberg
Eingetragen beim Amtsgericht Mannheim - Registergericht - unter HRB Nr. 330082

 

 

Antwort meinerseits

Sehr geehrte Frau Zimmermann,
 
ich weise Sie darauf hin das die Bilder entstanden sind als das Zementwerk noch frei zugänglich war. Sämtliche Universitäten Deutschlands bedienen sich meiner Bilder für Vorträge und Veranstaltungen - diese Internetseite stellt industriekulturelle Motive dar, um den Menschen die Wandlung wirtschaftlicher Strukturen in Deutschland nahe zu bringen.
 
Ich verfolge damit weder eine böse Absicht noch möchte ich Ihrem Konzern schaden. Obwohl - wenn Sie darauf bestehen werde ich die Bilder entfernen müssen. Ich und viele andere Menschen wären darüber sehr traurig. Aber so etwas wird heutzutage in der allgemeinen deutschen Regelungswut leider immer mehr die Norm.
 
Auch bodenlos Unwichtiges muss seine Richtigkeit haben... ich würde mich sehr freuen wenn Sie Gnade vor Recht ergehen lassen könnten - es sind doch sehr schöne Bilder oder?
 
Seien Sie mir nicht böse ;-)
 
Mit freundlichen Grüssen
Ingo Bornemann

 

Frau Zimmermann

Sehr geehrter Herr Bornemann,
 
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Verwertung der Bilder nicht dulden können, da wir dadurch auch das unbefugte Betreten unseres Werksgeländes dulden würden. Von der Werksruine gehen erhebliche Gefahren für Gesundheit und Leben aus. Wenn es zu Unfällen kommt, weil das Betreten des Werksgeländes durch uns geduldet wurde, können wir ggf. in die Haftung genommen werden.
 
Bitte löschen Sie daher die Bilder auf Ihrer Homepage.
 
Mit freundlichen Grüßen
Pamela Zimmermann

 

Fazit:

Die Dame der HeidelbergCement AG hat recht. Die in der letzten E-Mail aufgeführten Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen.

Allerdings waren die Bilder von 2003... alles war frei zugänglich. Natürlich ist es nicht richtig das ich dort mit der Kamera ungefragt herumgelaufen bin. Ich hatte Spass an den Motiven die ja sicher nicht überall geboten werden - und Spass daran industrielles Kulturgut in Wort und Bild auf LostAreas für Interessierte bereitzustellen. Industrieruinen ziehen einige von uns Fotografen magisch an. Wenn ich überlege wieviele Kinder und Jugendliche mir dort über den Weg laufen...

Schade das man nicht mehr in der Lage ist ein Auge zuzudrücken. Ich kleines Licht werde mich keinesfalls mit Rechtsabteilungen grösserer Konzerne anlegen.

Wir werden irgendwann weitermachen - wir können uns dem maroden Charme des Verfallenen nicht entziehen... wir machen nichts kaputt... und verschwinden genauso unauffällig wie wir gekommen sind... wir machen nur Fotos...

Selbstverständlich können wir rechtlich keinen "Freifahrtschein" verlangen... aber man könnte ja darüber lächeln und es stillschweigend "übersehen".... könnte man...

Viele übersehen nichts und fordern von uns Bildmaterial für Vorträge... Universitäten, Fachhochschulen, Konzerne deren Bilder auf unserer Seite stehen ;-)...- wir sind überall als Informationsquelle zu finden - Wikipedia - Zeitungsberichte sind über uns geschrieben worden... Anfragen von Fernsehsendern...

Wir sind nicht irgendwer - wir sind LostAreas - und mittlerweile eine der grössten und bekanntesten Seiten Deutschlands zum Thema Industriekultur.

Macht diese Informationsquelle nicht in übereiltem Rechtseifer kaputt - vielleicht braucht man ja selbst einmal Bilder von uns....

 

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